Präventionsarbeit der Polizei an den Schulen im Rhein-Erft-Kreis

Anfrage zum Polizeibeirat

08.09.2022 Anfrage FDP-Fraktion im Rhein-Erft-Kreis

Sehr geehrter Herr Klein,

zur nächsten Sitzung des Polizeibeirats am 17.10.2022, beantragen wir o.g. Punkt auf die Tagesordnung zu nehmen und bitten die Verwaltung folgende Fragen zu beantworten:

  1. Inwieweit findet zurzeit wieder Präventionsarbeit durch die Polizei im Rhein-Erft-Kreis, beispielsweise zum Thema Drogen oder Gewalt allgemein, wie auch Gewalt gegen Kinder und Jugendliche an den Schulen im Rhein-Erft-Kreis statt und falls nicht, warum nicht?
  2. Welche Auswirkung hat aus Sicht der Polizei im Rhein-Erft-Kreis die evtl. fehlende Präventionsarbeit, beispielsweise auf Grund der Corona-Pandemie, die sich auch auf die Schulteilnahme ausgewirkt hat oder evtl. wieder auswirken könnte, und welche Anstrengungen sind hierbei gewünscht und sinnvoll, um diese ggf. zeitnah wieder anzubieten?
  3. Inwieweit soll künftig für die Präventionsarbeit wieder genauso viel Personal eingesetzt werden wie in der Vergangenheit und wie soll das Personal dafür generiert werden? Wie sieht aktuell insgesamt die Personaldecke für eine entsprechende Präventionsarbeit in den Schulen aus?
  4. Wieviel Prozent der Arbeitszeit setzt die Polizei im Rhein-Erft-Kreis insgesamt für die polizeiliche Prävention mit Kindern und Jugendlichen in den Schulen ein?

Begründung:

Einen sehr wichtigen Platz in der Aufklärung nimmt die Präventionsarbeit der Polizei an Schulen und in Jugendeinrichtungen ein. Sie wird der Schule angesichts der zunehmenden Herausforderungen, Belastungen und Krisen im Schulalltag immer wichtiger. Denn viele Schüler leiden weiterhin unter Mobbing oder anderen Formen psychischer oder körperlicher Erniedrigungen, ebenso wie jene über Gewalt gegen Lehrer, Burn-outs im Schulpersonal und Frustrationen bei Eltern, insbesondere im Rahmen der Herausforderungen in der Corona-Pandemie, wie auch zuletzt bei professionellen Konfliktmanagern. Polizisten aus dem Rhein-Erft-Kreis sind deshalb aufklärend aktiv unterwegs und arbeiten gemeinsam mit dem Schulpersonal, mit Eltern, aber auch mit zahlreichen Einrichtungen der Zivilgesellschaft an einer Verbesserung der Situation. Doch auf Grund der besonderen Situation in der Corona-Pandemie erscheint es so, dass diese wertvolle Präventionsarbeit der Polizei auch im Rhein-Erft-Kreis personell und organisatorisch zurückgefahren worden ist. Deshalb ist ein aktueller Sachstand über die derzeitige Präventionsarbeit der Polizei im Rhein-Erft-Kreis geboten, um einen Überblick im Rahmen der politischen Arbeit zu erhalten.

Harald Dudzus

Sachkundiger Bürger

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