Erftkorridor

Antrag zum Kreisausschuss

17.04.2021 Anträge FDP-Fraktion im Rhein-Erft-Kreis

Sehr geehrter Herr Landrat,

die Fraktionen von CDU, GRÜNEN und FDP beantragen:

Beschlussentwurf:

Es werden für die Haushaltsjahr 2021 und 2022 jeweils 60.000 Euro für die Erstellung eines strategi-
schen Konzeptes zur Qualifizierung des Erftkorridors zur Verfügung gestellt.

Die Haushaltsposition wird mit einem Sperrvermerk zu Gunsten des Ausschusses für Regional Entwicklung versehen.

Begründung:

Der Erft-Korridor zwischen Erftstadt und Kerpen bis zu den Nordkreiskommunen Bergheim, Bedburg  und Elsdorf ist von einem dynamischen Wachstum geprägter Raum. Deshalb steht der Rhein-Erft-Kreis jetzt schon vor großen Herausforderungen, denn steigende Zuwanderungszahlen aus der Kernstadt Köln, große Pendlerströme und zunehmender Nutzungsdruck auf Siedlungs-, Wirtschafts-, Verkehrs-, Landwirtschafts- und Freiflächen im Rahmen des anstehenden und politisch gewollten Strukturwandels müssen bewältigt werden. Der Erft-Korridor wird über die Kreisgrenzen hinaus in vielen Planungen bereits als Entlastungsraum für die genannten Prozesse angesehen.

Daher bedarf es der Erstellung eines strategischen Konzeptes, das die Belange, Probleme aber auch die Chancen für den Erft-Korridor betrachtet. Dabei sind nicht nur die ökologische Aufwertung der Erftauen zu berücksichtigen, sondern auch die teilweise schon umgesetzten Freiraumkorridore des RegioGrün-Systems der Regionale 2010.

Dieser enge Entwicklungsraum muss vielfältigen Bedürfnissen gerecht werden und bedarf somit einer Einteilung in verschiedenen Sequenzen, die alle Ansprüchen einer modernen Kulturlandschaft gerecht wird. Neben den ökologischen, müssen auch die ökomischen Aspekte im Erftkorridor Berücksichtigung finden. Der Erftkorridor ist für viele Unternehmen ein attraktiver Wirtschaftsstandort und für viele Menschen ein wichtiger Ort der Naherholung. Die Erft bildet zusammen mit der Rur als Freiraumsystem das blau grüne Rückgrat des Rheinischen Reviers.

Aktivitäten anderer Kommunen oder Zweckverbände sind bei der Ausarbeitung zu berücksichtigen. Eine Zusammenstellung und Überprüfung bereits erstellter Konzepte oder vorhandener Studien, wie zum Beispiel das kreisweite Gewerbeflächenkonzept, das Agglomerationskonzept, Perspektivenkonzept Erft 2045, Regionales Freiraumsystem Rheinisches Revier 1.0 sowie die Entwicklung eines strategischen Flächenmanagements, sind in die Konzeption zu integrieren.

Dr. Christian Pohlmann

Vorsitzender der FDP Rhein-Erft, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion

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