RB38: Bürgermeister an sachlicher Vorgehensweise nicht interessiert

28. November 2019, Allgemein, Pressemitteilungen

Der Ausfall der RB38 zwischen Köln und Horrem ab Mitte 2020 erhitzt auch weiterhin die Gemüter. So soll es bereits eine Unterschriftenaktion gegeben haben, an der sich mindestens 7000 Bürgerinnen und Bürger in Bedburg, Bergheim und Elsdorf beteiligt haben sollen. Die FDP hält auch weiterhin an der Kritik über die bedingt sachliche Vorgehensweise der Bürgermeister aus Bergheim und Elsdorf fest, die ihre eigentliche Aufgabe versäumen würden, schwierige und komplizierte Sachverhalte in der Öffentlichkeit verständlich zu erklären. Denn Grund für den Ausfall seien ausschließlich Brückensanierungen in Köln-Deutz, die sich auf diese Bahnstrecke auswirken würden. 

„Statt mit Unterschriftenaktionen Zorn zu schüren oder unverbindliche Protestadressen via Internet und Facebook zu kommunizieren, sollte die Kommunalpolitik ihrem Job nachkommen“, kritisiert Christian Pohlmann, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion „Bei einer Abbindung der RB 38 wird es sicherlich zu Fahrzeitverlängerungen, wahrscheinlich aber auch qualitativen Einschränkungen für die Fahrgäste kommen. Die Alternative wäre aber dann auch eine Unterbrechung der Eifelstrecke. Hier stellt sich dann aber auch die Frage, ob der Bergheimer Bürgermeister auf diese Last vorbereitet ist, die sich noch stärker auf die Nahversorgung auswirken würde.“ Die FDP hat vor diesem Hintergrund deshalb gemeinsam mit ihren Koalitionspartnern von CDU und GRÜNEN eine Sondersitzung des Kreisverkehrsausschusses beantragt. Dort sollen Vertreter von DB Netz und NVR über die konkrete Maßnahme informieren, die Gründe erläutern und mögliche Alternativen darzustellen. Eingeladen werden sollen dazu auch die Rats- und Verkehrsausschussmitglieder der drei betroffenen Städte. „Im Durchschnitt nutzen täglich 3500 Fahrgäste die RB38. Eine Verdopplung der Fahrgastzahlen, die sich aus der Unterschriftaktion ergeben hat, hätte sicherlich auch einen weiteren positiven Effekt für die Umwelt. Man muss die Bahn aber dann auch nutzen.“