Heller Asphalt bei baulichen Maßnahmen im Rhein-Erft-Kreis

07. November 2019, Pressemitteilungen, Top News

Hellerer Asphalt für besseres Stadtklima, für die Umwelt und Verkehrssicherheit im Rhein-Erft-Kreis. Das fordert die FDP-Kreistagfraktion. So soll nun in der Sitzung des Verkehrsausschusses auf Anfrage der Liberalen durch die Verwaltung geklärt werden, ob zukünftig bei Reparatur und Bau von Straßen, Gehwegen oder Parkplätzen auf dunkle Materialen verzichtet oder nur noch in Ausnahmefällen verwendet werden können. Damit soll das städtische Mikroklima abgekühlt werden und Stadtbewohnern gleichermaßen helfen wie Tieren und Pflanzen.

Hans Ehm

„Gerade in Bezug auf den Klimaschutz müssen wir mit konkreten Maßnahmen alle sinnvollen und praktikablen Maßnahmen in Erwägung ziehen“, meint Hans Ehm, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion und verweist dabei auf einen guten Klimaeffekt beim Einsatz von hellem Asphalt. „So kann sichergestellt werden, dass sich der Bodenbelag bei hohen Tagestemperaturen im Sommer weniger aufheizt und hierdurch beispielsweise eine Querung von kleinen Tieren möglich ist. Nachweislich führt der Einsatz von aufgehelltem Asphaltdeckschichten zu einer bis zu acht Grad geringeren Erwärmung der Straßenoberflächen“, legt Hans Ehm dar. „Der Asphalt ist vielleicht etwas teurer, aber die Mehrkosten können sich im Verhältnis zum Effekt in Grenzen halten.“

Gute Erfahrungen mit hellem Asphalt hätten bereits mehrere Städte in Deutschland gemacht, wie beispielsweise in Hessen. „Die Städte Fulda, Kassel und Frankfurt verwenden seit mehreren Jahren versuchsweise Asphalt, dem helles Gestein beigemischt wird.“ In Köln würde man mit dem Einsatz von hellem Asphalt beispielsweise auch Straßenübergänge und Kreuzungen optisch abgrenzen, so das durch bessere Reflexion des Streulichts mehr Helligkeit in der Nacht ermöglicht werden würde. Damit werde weniger Leuchtmittel benötigt, um die gleiche Umgebungshelligkeit zu erzielen. „Das führt letztendlich zu einer Senkung der Betriebskosten oder zur Einsparung von Beleuchtungsanlagen“, so Ehm.