Zusammenarbeit auf Augenhöhe statt Kölner Ignoranz

30. Oktober 2019, Kreistagsfraktion, Pressemitteilungen, Top News
Christian Polmann

Die FDP-Kreistagsfraktion verschärft ihre Kritik an der Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik der Stadt Köln. Hintergrund ist, dass auch weiterhin über den Köpfen der Kommunen im Rhein-Erft-Kreis geplant wird. So wird seit einer Woche mit einer sogenannten Pförtnerampeln die Fahrt in Richtung Kölner Innenstadt ab Weiden behindert.  Benachteiligt werden dadurch Pendlerinnen und Pendler aus den Nachbarskommunen im Rhein-Erft-Kreis. Auch wurde bereits beschlossen, den Kölner Großmarkt nach Marsdorf zu verlegen, was zu erheblichen Auswirkungen auf die bereits angespannte Verkehrssituation in Frechen führen würde.  Dies erfolgte ebenfalls weitgehend ohne Abstimmung mit den betroffenen Kommunen.

„Die Notwendigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit in den Planungen der Kölner Verwaltung wird ständig verdrängt. Stattdessen sind aber Aufgaben nicht lokal zu lösen, sondern nur in Abstimmung untereinander“, sagt Christian Pohlmann, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion „Ich werbe deshalb für einen harten Umgang mit Köln, wenn wir es weiterhin mit der Kölner Ignoranz für das Umland zu tun haben. Solange sich die Stadt Köln nicht mit dem Rhein-Erft-Kreis in Sachen Verkehr und Großmarkt auf Augenhöhe abstimmt, sollten die zehn Kommunen im Kreis der Stadt Köln nicht mehr bei ihrem Siedlungsflächenproblem helfen.“ Stattdessen sollen als Konsequenz neue Wohnbauflächen im Rhein-Erft-Kreis bevorzugt an interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis und deren Familienangehörige vergeben werden.

Pohlmann verweist dabei auf das Beispiel der Kolpingstadt Kerpen. So werden Kerpener Bürger, oder solche, die vorübergehend woanders gewohnt haben und jetzt in ihre Heimat zurückkommen möchten, nach Ausweisung von zusätzlichen Flächen als Bauland bei der Grundstücksvergabe im Rahmen eines Punktesystems bevorzugt. „Statt unfreundliche Briefe ohne Adressaten zu verfassen, sollten die BürgermeisterInnen das vorhandene Potential nutzen, um Kölns unilaterale Politik zu quittieren.“, so Pohlmann.