Mobilstationen erleichtern den Umstieg auf alternative Mobilitätsstrategien

10. Juli 2019, Allgemein, Kreistagsfraktion

Jahrzehntelang wurde Verkehrs- und Stadtplanung im Zeichen des Autos gedacht und umgesetzt. Doch dieses Modell stößt an seine Grenzen. Die Städte sind zu voll und neue Straßen lösen das Problem nicht. Mobilität benötigt Umdenken, denn alle anderen Verkehrsträger müssen gestärkt und attraktiver gemacht werden, damit die Menschen freiwillig ihr Auto stehen lassen.

Es gibt viele Alternativen zum Auto: Der öffentliche Nahverkehr mit Bus und Bahn, Fahrräder in allen ihren (modernen) Ausprägungen als Lastenrad, E-Bike und Pedelec, E-Scooter, etc. Doch gerade außerhalb der Großstädte unübersichtlich und kompliziert bei geringem Angebot und das schreckt viele Nutzer ab.

Sie soll Mobilitätsangebote vernetzen und die Nutzung vereinfachen: die Mobilstation

Hier soll das Prinzip der „Mobilstationen“ Abhilfe schaffen: Sie vernetzen und vereinfachen die Nutzung der verschiedenen Mobilitätsangebote gebündelt an einem Ort. Also dort, wo Pendler aus der Bahn aussteigen, finden sie z.B. Fahrräder oder E-Scooter, um ihren Weg zur Arbeit fortzusetzen. Und die Mobilstation versorgt sie mit den notwendigen Informationen.

Bernhard von Rothkirch (links), Christian Pohlmann

Christian Pohlmann, Fraktionsvorsitzender der FDP Rhein-Erft und Bernhard von Rothkirch, Umweltpolitischer Sprecher, informieren sich im Rahmen der Fachtagung „Update Mobilstation“ von Dr. Norbert Reinkober (Geschäftsführer NVR), Hendrik Wüst (NRW-Verkehrsminister) und diversen weiteren Fachleuten über mögliche Umsetzungsalternativen der Mobilitätswende und die Auswirkungen auf Umwelt und Klima.

Auch wenn viele Ideen und Vorschläge hauptsächlich für die Entwicklung der Mobilität in Großstädten ausgerichtet sind, so gibt es doch einige Ansätze, die auch im Rhein-Erft-Kreis sinnvoll und klimawirksam umgesetzt werden können und sollten. Ein erster, aber sicherlich nicht der letzte Schritt, ist der Ausbau der Erftbahn zur S12

Christian Pohlmann: Pendlern muss der Umstieg schmackhaft gemacht werden.

Eine Nachberichterstattung der Veranstalter findet sich auf der Seite der Nahverkehr Rheinland GmbH.