FDP: Keine Kölner Zwangsmaßnahmen für Pendler aus dem Rhein-Erft-Kreis

06. Juni 2019, Kreistagsfraktion, Pressemitteilungen, Top News
Christian Pohlmann

Scharfe Kritik an den ÖPNV-Plänen der Stadt Köln kommt von der FDP-Kreistagsfraktion im Rhein-Erft-Kreis. Demnach plant die Kölner Verwaltung, die Aachener Straße um eine Schnellbuslinie zu erweitern, um die S-Bahn wie auch die Stadtbahn zu entlasten. So soll im Rahmen der geplanten Erweiterung des ÖPNV-Angebotes durch eine Verknappung der Zufahrtskapazität mit sogenannten Pförtnerampeln die Fahrt in Richtung Kölner Innenstadt ab Weiden beschnitten werden. Benachteiligt werden dadurch jedoch Pendlerinnen und Pendler aus den Nachbarskommunen im Rhein-Erft-Kreis. Mit einer Anfrage in der kommenden Sitzung des Kreistages wollen die Liberalen nun das Thema aufgreifen.

„Für die Stadt Köln mögen die Pläne zur Erweiterung des ÖPNV-Angebotes zwar sinnvoll sein, für die Pendlerinnen und Pendler aus dem Rhein-Erft-Kreis sind diese Änderungen jedoch mit gravierenden Nachteilen verbunden. Die Leidtragenden sind die Pendler, die in Köln arbeiten oder studieren“, meint Christian Pohlmann, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion. „Wir hätten damit mehr Stau auf den Straßen, aber auch noch vollere Busse, Bahnen und Bahnhöfe, also einen weniger attraktiveren ÖPNV und damit genau das Gegenteil dessen, was eigentlich gewollt ist.“ Alternativen würden für die Pendler aus dem Westen auch nicht angeboten werden.

Auch erscheine zweifelhaft, ob die betroffenen Nachbarskommunen in die Planungen einbezogen worden sind. Maßnahmen über den Köpfen des Rhein-Erft-Kreises wäre jedenfalls nicht im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. „Diese Zwangsmaßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger aus dem Rhein-Erft-Kreis sind nicht akzeptabel und zeugt doch von einer gewissen Arroganz der Stadt Köln“, so Pohlmann.