FDP: Situation Frauenhaus im Rhein-Erft-Kreis

21. Mai 2019, Allgemein, Kreistagsfraktion, Pressemitteilungen, Top News
Marlene Ages

Eine aktuelle Anfrage der FDP-Kreistagsfraktion beschäftigt sich mit der Situation in den Fraueneinrichtungen. So wollen sich die Liberalen im nächsten Ausschuss für Soziales, Inklusion und Generationen über die Auslastung und Kapazitäten im Rhein-Erft-Kreis erkundigen. Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage soll der Ausschuss so über den aktuellen Stand im Rahmen der akuten Krisenintervention in den Fraueneinrichtungen im Kreis informiert werden.

„Auch im Rhein-Erft-Kreis werden immer mehr Frauen untergebracht, weil sie vor gewalttätigen Partnern geschützt werden müssen“, sagt die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Kreistagsfraktion, Marlene Ages. „Die NRW-Landesregierung hat zwar im letzten Jahr angesichts der steigenden Gewalt die Zahl der Plätze in Frauenhäusern erhöht. Trotzdem müssen aber aufgrund fehlender Kapazitäten viele betroffene Personen abgewiesen und ihnen alternative Hilfsleistungen angeboten werden. Da macht auch unser Kreis keine Ausnahme.“ Ein Grund stellt dabei laut Ages wohl auch die aktuell schwierige Situation auf dem Wohnmarkt dar, so dass oft dadurch Platz für Neuaufnahmen fehlen würden.

Als ersten Schritt zur Verbesserung der Situation verweist die liberale Politikerin dabei auf die Zielvereinbarung der NRW-Landesregierung über die Zukunftssicherung der Frauenhäuser in NRW. So sollen in den Kommunen mit bestehenden Wohnungsgesellschaften Kooperationen angestrebt werden, damit ausreichend Wohnraum für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder nach dem Frauenhaushalt vorgesehen werden kann. „Das würde die Möglichkeit bieten, dass in einem neuen entstehenden Hause ein oder zwei Wohnungen für die betroffenen Frauen reserviert werden und die Situation entschärft wird“, so Ages.