Medikamentenrückstände im Trinkwasser

01. Februar 2018, Allgemein, Fraktionsanträge, Kreistagsfraktion

Sehr geehrter Herr Könen,

die FDP-Kreistagsfraktion im Rhein-Erft-Kreis stellt zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Kreisentwicklung und Energie am 01. Februar 2018 nachfolgende Anfrage und bittet, diese von der Verwaltung beantworten zu lassen:

  1. Wird das Abwasser im Rhein-Erft-Kreis auf Medikamentenrückstände untersucht?
  2. Wie häufig wird das Trinkwasser im Rhein-Erft-Kreis auf Medikamentenrückstände untersucht? Wo, wie häufig und von wem werden die Proben genommen?
  3. Wer erstellt die Analysen?
  4. Welche Medikamentenspurenstoffe wurden bei den Beprobungen festgestellt? Bitte führen Sie Art und Konzentration des festgestellten Rückstands auf.
  5. Was wird unternommen, um Medikamentenrückstände bei der Abwasseraufbereitung aus dem Abwasser zu extrahieren?
  6. Welche Kenntnisse hat die Verwaltung zu Entsorgungswegen von Altmedikamenten im Rhein-Erft-Kreis?
  7. Welche Empfehlung hat die Verwaltung an die Bürgerinnen und Bürger zur Entsorgung von Medikamenten und wie wird diese Empfehlung öffentlich kommuniziert?

Begründung:

Über die Abwässer der Haushalte gelangen Medikamentenrückstände ins Abwasser und müssen bei der Abwasseraufbereitung zu Trinkwasser herausgefiltert werden.

Zudem werden Arzneimittel aus der Tierzucht durch Mist und Gülle auf den Äckern verteilt und gelangen durch Versickern in das Grundwasser. Für Arzneimittel und medizinische Abfallprodukte gibt es bisher noch keine Grenzwerte für Trinkwasser. Die Auswirkungen auf und Risiken für den Menschen sind bisher kaum erforscht. Hier gilt es Vorkehrungen zu treffen.