FDP: Elektroautos im Rhein-Erft-Kreis unter ferner liefen

13. Februar 2018, Kreistagsfraktion, Pressemitteilungen

Karl-Heinz-Weingarten

Bis 2020 sollen eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein, so der ehrgeizige Plan. Doch die E-Revolution kommt auch im Rhein-Erft-Kreis nur schleppend voran. Auf Anfrage der FDP-Kreistagsfraktion sind die Verkaufszahlen für E-Fahrzeuge mit insgesamt 1320 Neuzulassungen und einem Anteil von 0,38 % der im Kreis zugelassenen Fahrzeuge verschwindend gering. Dabei sind die Werkszulassungen schon mit enthalten.

„Im Moment ist so ein Fahrzeug für den privaten Käufer zu unattraktiv“, meint der finanzpolitische Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion, Karl-Heinz-Weingarten. „Die aktuell noch geringe Reichweite und die noch immer zu geringe Dichte der E-Tankstellen machen es dem Käufer schwer, das Fahrzeug wie bisher gewohnt zu verwenden.“ Geringe Reichweite, fehlende Ladestationen mit einheitlichen Bezahlsystemen und eine bisher nicht bekannte Lebensdauer der Batterie würden sich direkt auf die Nachfrage auswirken.

Bei den heutigen Reichweiten von ca. 300 km, unbekannten Kapazitätsverlusten der Batterien bei häufigen Ladevorgängen – man rechnet mit 30 % nach wenigen Jahren – und einer Sicherheitsreserve vor dem nächsten Laden (Tanken), schrumpfe die Reichweite auf 150 km. „Das ist dann nur für PKWs mit lokaler Anwendung geeignet. Wenn man dann einen Zweitwagen für längere Strecken benötigt, ist die Investition in ein E-Auto doch noch recht unattraktiv.“ so Weingarten.