FDP: Medikamente im Trinkwasser?

07. Februar 2018, Kreistagsfraktion, Pressemitteilungen, Top News

Bei Kontrollen von Flüssen, im Grundwasser und vereinzelt auch im Trinkwasser fallen immer häufiger Medikamentenrückstände auf. Sogar die modernsten Klärbetriebe sind mittlerweile mit der Masse unterschiedlichster Chemikalien im Grundwasser überfordert und das vollständige Herausfiltern ist kaum zu bewältigen. Wie gelangen Arzneimittel in die Umwelt und was kann man dagegen tun? Um das zu erfahren, hat die FDP-Kreistagsfraktion im Rhein-Erft-Kreis einen entsprechenden Antrag im Ausschuss für Umwelt-, Kreisentwicklung und Energie (UKE) gestellt.

„Es bedarf intensiver Anstrengungen, um Medikamenteneinträge in die Umwelt zu verringern oder – noch besser – zu vermeiden“, betont der umweltpolitische Sprecher der Freidemokraten, Bernhard von Rothkirch. Nach bisherigen Erkenntnissen seien die festgestellten Medikamentenrückstände für den Menschen zwar nicht schädlich, mögliche Langzeitwirkungen müssten aber erst noch erforscht werden. „Hier gilt es Vorkehrungen zu treffen. Auf keinen Fall gehören Medikamente in Toilette oder Waschbecken entsorgt.“

Nicht eingenommene oder abgelaufene Medikamente sollen stattdessen in die Restmülltonne oder zur Entsorgung in der Apotheke oder im Schadstoffmobil abgegeben werden. Auch in der Landwirtschaft könne es letztlich nur darum gehen zu vermeiden, dass übermäßig viele Rückstände von Tierarzneimittel oder auch Nitrat auf die Felder ,,und somit letztlich in den Wasserkreislauf gelangen“, so von Rothkirch.