Einbruchs-Software auch im Kreis?

23. November 2017, Allgemein, Kreistagsfraktion, Pressemitteilungen

Ein Computerprogramm erstellt Prognosen, wann und wo in naher Zukunft mit Wohnungseinbrüchen zu rechnen ist. In NRW ist die Pilotphase der Prognosesoftware „Precobs“ größtenteils angeschlossen, die Testphase in Köln und Duisburg ebenfalls. Das Projekt ist nun aktuell auf Düsseldorf, Essen und Gelsenkirchen ausgeweitet worden. So hat die FDP-Kreistagsfraktion im Rhein-Erft-Kreis nun eine Anfrage im nächsten Polizeibeirat gestellt, ob der Einsatz des Computerprogramms Precobs oder vergleichbarer Software auch im Rhein-Erft-Kreis geplant ist.

„Die Unterstützung von Polizeiarbeit mit Methoden von Wahrscheinlichkeitsaussagen birgt sicherlich Chancen wie auch Risiken“, meint Eva Fielitz, sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Kreistagsfraktion. „In Städten, in dem solches System getestet worden ist, soll aber ein Rückgang von Einbruchsdelikten beobachtet worden sein.“ Dabei basiert die Software auf Daten aus Einbruchsdelikten in der Vergangenheit und berechnet die Wahrscheinlichkeit für ein solches Delikt in derselben Gegend in der Gegenwart oder nahen Zukunft. „Die Polizei geht in diesen Gebieten dann vermehrt auf Streife.“

Einbruchsserien oder Einbruchstourismus treten gemäß polizeilichen Erkenntnissen entlang von Autobahnen gehäuft auf, da bei geeigneter Tageszeit und Saison mit wenig Aufwand nach einem Einbruch optimale Fluchtmöglichkeiten bestehen. Danach ist der Rhein-Erft-Kreis für Straftäter besonders attraktiv. „ Dies würde deshalb einen Einsatz eines solchen Systems auch im Kreis und interkommunal Sinn machen, wenn mögliche grundsätzliche oder rechtliche, beispielsweise datenschutzrechtliche Bedenken einem Einsatz nicht entgegenstehen.“ so Filitz.