FDP fordert schlüssigen schulischen Inklusionsplan

10. Juli 2012, Kreisverband

Fielitz: Landesregierung behindert Umsetzung vor Ort
Rhein-Erft-Kreis/Düsseldorf. Ralph Bombis MdL, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion und Eva Fielitz, Kreistagsabgeordnete und Schulpolitische-Sprecherin der FDP-Kreistagsfraktion erklären zu den Inklusionsplänen der Landesregierung:

Der nordrhein-westfälische Landtag hat in der letzten Woche über die Pläne von SPD und Grünen zur Umsetzung der schulischen Inklusion debattiert. Aus Sicht der FDP in Land und Kreis sind die rot-grünen Planungen bislang völlig unzureichend und intransparent. Die FDP-Landtagsfraktion hat deshalb einen Entschließungsantrag in den Landtag eingebracht, in dem sie die rot-grüne Landesregierung auffordert, umgehend einen schlüssigen und transparenten schulischen Inklusionsplan vorzulegen. “Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft. Die FDP unterstützt die Einführung eines inklusiven Schulsystems. Eine solche Einführung muss sich aber an höchsten Qualitätsmaßstüben orientieren”, unterstreicht Eva Fielitz. Aus Sicht der FDP kann die Umsetzung der UN-Konvention nur schrittweise und in einem für die Öffentlichkeit nachvollziehbaren und transparenten Prozess erfolgen. “Die bisherigen Planungen von SPD und Grünen sind äußerst vage. Rot-Grün muss endlich die drängenden Fragen zur Umsetzung der UN-Konvention beantworten”, kritisiert Ralph Bombis. Von herausragender Bedeutung in der Debatte um inklusive Schulbildung ist für die FDP die Förderung jedes einzelnen Kindes. Ralph Bombis weiter: “Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass die Qualität der individuellen Förderung durch eine umfassende Lehrerfortbildung, multiprofessionelle Unterstützung der P”dagogen und ausreichend ausgebildetes Fachpersonal gesichert wird.”

Das Wohl des Kindes müsse bei der schulischen Bildung im Mittelpunkt stehen. “Für immer mehr Kinder mit einem sonderpädagogischen Fürderbedarf kann der Besuch einer allgemeinen Schule der richtige Weg sein. Für andere Schüler dürfte jedoch die Fürderschule mit ihrem Fachpersonal und ihrer spezifischen Ausstattung der bestmögliche individuelle Fürderort sein”, konkretisiert Eva Fielitz. Die FDP fordert die Landesregierung deshalb auf, als Bestandteil einer vielfältigen sonderpädagogischen Fürderlandschaft auch zukünftig ein hochwertiges und flächendeckendes Angebot an Fürderschulen zu garantieren.
“Der Rhein-Erft-Kreis und die kreisangehörigen Städte als Schulträger müssen wissen, welche Kosten und Aufgaben auf sie zukommen.” Für die FDP sei die strikte Einhaltung des Konnexitätsprinzips unerlässlich. “Rot-Grün muss endlich belastbare Zahlen zu den Kosten des Inklusionsprozesses vorlegen. Nur wenn alle Beteiligten sich auf einen umfassenden Zeit- und Maßnahmenrahmen stützen können, wird die Umsetzung der Inklusion zum Erfolg”, betont Ralph Bombis.