Sicherheit in der Kreisverwaltung

13. Juni 2012, Kreisverband

Pohlmann: Umfassendes Sicherheitskonzept ist heute unverzichtbar

Rhein-Erft-Kreis. Die IT-Sicherheit in der Verwaltung des Rhein-Erft-Kreises wird Thema im kommenden Finanzausschuss am 14. Juni werden. Die FDP-Kreistagsfraktion hat einen umfangreichen Fragenkatalog zum Stand der Sicherheit im IT-Netzwerk des Kreises an die Verwaltung gerichtet.

Christian Pohlmann, stv. Fraktionsvorsitzender, erklärt hierzu: “Der Schutz öffentlicher IT-Systeme darf heutzutage nicht nur auf sogenannte “Kritische IT-Infrastrukturen* beschränkt werden. IT-Sicherheit bedeutet heutzutage zunächst der Schutz von IT-Systemen vor Manipulation oder dem Abgriff von Informationen. Auch ohne klassische “Kritische IT-Infrastrukturen” in der Kreisverwaltung gibt es durchaus Bereiche die vor Manipulation von außen beziehungsweise vor einem Datenleck geschützt werden müssen, beispielsweise der Bereich des Ordnungsamtes.”

Die von der FDP-Kreistagsfraktion im Rahmen ihrer Anfrage an die Kreisverwaltung gestellten Fragen, betreffen die Historie und den momentanen Ist-Zustand sowohl in technischer, wie in organisatorischer Hinsicht.

“Durch den Sachstandsbericht erhoffen wir uns eine realistische Einschätzung der IT-Sicherheit im Kreishaus. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es in keinem Bereich. Dies gilt besonders für vernetzte IT-Infrastrukturen, da sie über verschiedene Angriffsvektoren weltweit angreifbar sind. Die Bedeutung der IT-Infrastruktur innerhalb der Kreisverwaltung hat über die Jahre immer mehr zugenommen. Ein Ausfall blockiert nicht nur die internen Arbeitsabl”ufe, sondern hat auch direkte Auswirkungen im Verhältnis zu den Bürgern. Man denke hier nur an das elektronische Straßenverkehrsamt.”, so Pohlmann.

* Nach der Definition des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind “Kritische Infrastrukturen [“] Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeintr”chtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengp”sse, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.”, www.bsi.bund.de