Einbindung erfolgreicher UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund in die Fachkonferenz Integration und Eigenbestimmung der Themen durch die Fachkonferenz

24. Juni 2011, Fraktionsanträge

Sehr geehrte Frau D’moch-Schweren,

die FDP-Kreistagsfraktion im Rhein-Erft-Kreis bittet Sie im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren, Familie und Integrationsfragen am 29.06. u.g. Ergänzungsantrag zu o.g. TOP zur Abstimmung stellen zu lassen.

Beschlussvorschlag:
1. Füge nach der Auflistung auf S. 1 des Beschlussvorschlages ein: “zwei bis drei erfolgreicher UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund aus dem Rhein-Erft-Kreis”
2. Ändere den letzten Satz auf S. 1 wie folgt ab: “Der Ausschuss empfiehlt der Fachkonferenz dabei die Behandlung der folgenden Themen:”.

Begründung:
Wir begrüßen die Einrichtung der Fachkonferenz Integration. Diese kann wichtige Impulse für eine weitere Integration der im Rhein-Erft-Kreis lebenden Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund liefern. Spätestens seit der Kommunalwahl 2009 haben die Integrationsausschüsse, -räte und -beauftragten der Städte des Kreises in dieser Richtung wegweisende Arbeit geleistet. Ein Erfahrungsaustausch zu diesem Engagement ist eine sinnvolle Ergänzung der Arbeit in den Städten.
Der hierfür vom Antragsteller empfohlene Teilnehmerkreis entstammt aus unserer Sicht jedoch zu sehr einer kritischen Perspektive. Wir erachten es vielmehr für wichtiger an das Thema Integration nicht nur aus Problemlösungssicht, sondern besser aus Chancensicht heranzugehen. Insofern muss die Einbeziehung des bisher vorgeschlagenen Vertreterkreises auch durch erfolgreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund ergänzt werden. Als ersten Schritt sehen wir hierfür die Einladung erfolgreiche UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund aus dem Rhein-Erft-Kreis an. Die Verwaltung möge ggf. auf Grundlage weiterer Eingaben zusätzlich noch andere Personen zur Fachkonferenz einladen, die die Chancenperspektive darstellen können.
Weiterhin möchten wir als Ausschuss der Fachkonferenz, die schließlich nicht nur aus den Mitgliedern des Ausschusses besteht, keine Themen vorsetzen. Wir erachten es für kontraproduktiv, wenn die Konferenz sich nicht selbst mit den Themen identifizieren kann. Deshalb müssen die Themen von dieser selbst gewählt werden und die Vorschläge des Beschlussentwurfes auf S. 2f sind als Empfehlungen zu verstehen und so auch zu fassen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ralph Bombis
Fraktionsvorsitzender

Gez. Saleh Mati
Sozialpolitischer Sprecher