Rhein-Erft-Kreis will Optionskommune werden

14. Dezember 2010, Kreisverband

FDP begrüßt stärkere Arbeitslosenbetreuung im Kreis

Rhein-Erft-Kreis. In der letzten Sitzung vor der Weihnachtspause (Donnerstag, den 09.12.2010) hat der Kreistag des Rhein-Erft-Kreises eine stärkere Betreuung der Arbeitslosen beschlossen. Er beauftragte die Verwaltung hierfür die Zulassung als Optionskommune im Bereich der Arbeitsvermittlung (SGB II) zu beantragen. Notwendig war hierfür eine 2/3-Mehrheit der Kreistagsmitglieder.

Ralph Bombis, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, stellte vor der Abstimmung insbesondere die Chancen der Beantragung heraus: „Die geringere Abhängigkeit von den Vorgaben der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit geht einher mit einer Stärkung des Einflusses des Rhein-Erft-Kreises und seiner Städte hinsichtlich der konkreten Umsetzung der Arbeitsvermittlung vor Ort. Durch die lokale Gestaltung eröffnet sich die Chance, die kommende Institution nicht nur transparenter und bürgernäher zu gestalten, sondern auch viel stärker auf die spezifischen Bedürfnisse der Arbeitssuchenden im Rhein-Erft-Kreis ausrichten zu können. Nach aktueller Rechtslage ist eine Rückabwicklung stets möglich, wodurch die sich bietenden Chancen das verbleibende Restrisiko bei Weitem überwiegen. Außerdem hat der Rhein-Erft-Kreis in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, dass Politik und Verwaltung in der Lage sind, solche Großprojekte verantwortungsvoll umzusetzen.“