Rhein-Erft-Kreis: FDP: Technische Fachhochschule im Rhein-Erft-Kreis unterstützen – nicht kritisieren

25. Oktober 2010, Kreisverband

Die FDP weist die Kritik der SPD am Projekt der Technischen Fachhochschule im Rhein-Erft-Kreis zurück:

Rhein-Erft-Kreis: FDP: Technische Fachhochschule im Rhein-Erft-Kreis unterstützen – nicht kritisieren

Die Industrie kann viele offene Stellen im ingenieurwissenschaftlichen Bereich nicht besetzen. Es mangelt an qualifizierten Nachwuchskräften, besonders im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Bis zum Jahr 2014 werden der deutschen Wirtschaft rund 220 000 Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler fehlen. Das geht aus einer aktuellen Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall erstellt wurde. Ohne zusätzliche Ingenieure kann kein Wirtschaftswachstum generiert werden. 42.000 Ingenieure werden pro Jahr ab 2011 benötigt. Darüber hinaus gibt es einen sogenannten Expansionsbedarf für höherwertige Produkte, woraus ein Mehrbedarf von jährlich 32 000 Ingenieuren entsteht. Summa summarum ergibt sich daraus über die nächsten 12 Jahre ein Einstellungsbedarf von 890 000 Ingenieuren. Von den Hochschulen kommen jedoch pro Jahr derzeit nur rund 45.000 Ingenieure. In China verlassen mehr als das Zehnfache an ausgebildeten Ingenieuren die Universitäten. Die Konsequenzen für die Zukunft der deutschen Wirtschaft kann man sich ausmalen.
Für den hochentwickelten und wirtschaftsstarken Rhein-Erft-Kreis bedeutet diese Entwicklung eine Gefährdung des eigenen Wohlstandes, denn auch hier spürt man den Fachkräftemangel, ausgeschriebene Stellen gerade im technischen Bereich bleiben unbesetzt und Ansiedelungen neuer produzierender Unternehmen und hochwertiger Dienstleister in der Region erfolgen zunehmend unter der Bedingung, dass qualifiziertes Personal zur Verfügung steht.
Neben diesen Problemen zeigt auch der demografische Wandel seine Zähne. Um den geringer werdenden Nachwuchs kämpfen die Regionen. Abwanderung oder Verbleib des Nachwuchses entscheidet über das Wohl und Wehe einer Region.
Die FDP im Rhein-Erft-Kreis hat diese Probleme früh erkannt und aktiv das Projekt “Fachhochschule für MINT-Fächer” vorangetrieben. Bildung ist ein wesentlicher Bestandteil für die Zukunftsfähigkeit des Rhein-Erft-Kreises. Hier geht es aber nicht nur um die Bereitstellung technischer Hochschulausbildung sondern vielmehr um die aktive Gestaltung einer Bildungslandschaft. Wir wissen alle, dass die Technikaffinität unseres Nachwuchses deutlich zurückgegangen ist. Horst Engel: “Daher redet die FDP nicht einfach nur über die Bereitstellung neuer Ausbildungsgänge sondern über die Förderung des Wirtschaftsstandortes durch die Erweiterung der Bildungslandschaft Rhein-Erft.”
Das wissenschaftliche Institut für Technologie und Management wurde mit Hilfe des Kreises und zusammen mit der renommierten Fachhochschule des Mittelstands und der Rhein-Erft Akademie ins Leben gerufen und hat neben der Aufgabe, die FHM Tec Rheinland aufzubauen, den weiteren wichtigen Schwerpunkt, Technikbegeisterung in den Schulen zu wecken, den ohne unseren Nachwuchs – keine Zukunft.

Die lange Jahre negativ geführte Technikdiskussion hat uns in eine zukunftsgeführdende Situation gebracht. Zahlreiche Untersuchungen belegen, in welcher prekären Situation wir uns befinden. Der Rhein-Erft-Kreis ist schuldenfrei. Das kann er nur mit qualifizierten Arbeitskräften und einer starken Industrie bleiben. Die FDP hat daher früh reagiert und durch ihre Initiative eine wirklich zukunftssicherende Investition angeschoben. Engel: Die FHMTec wird sich entwickeln. Sie braucht Unterstützung, keine Kritik.”