Pohlmann: A4 darf keine Schneckenrennbahn werden

06. Januar 2009, Kreisverband

FDP will Lärmschutz in Horrem verbessern ohne A4-Verkehrsfluss zu behindern

Kerpen/Rhein-Erft-Kreis. Die FDP hat am Dienstag mit Ablehnung auf die Forderungen nach einem Tempolimit auf der A 4 zur Verbesserung des Lärmschutzes in Kerpen-Horrem reagiert. Der Horremer Ortsvorsteher Norbert Schorn (CDU) hatte zuvor gefordert, auf der sechsspurigen Autobahn tagsüber Tempo 120 und nachts Tempo 100 einzurichten. Nach Ansicht der FDP muss bei unzureichendem Lärmschutz die dafür aufgestellte Wand verbessert bzw. erweitert werden. Nun den vermeintlich schmerzlosen Weg zu gehen und ein Tempolimit zu fordern führt nicht zur Lösung des Problems. „Das verwandelt die A 4 nur in eine gigantische Schneckenrennbahn.“, so Christian Pohlmann, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion und Kerpener Kreistagsabgeordneter.

„Die Stadt Kerpen muss hier aktiv werden und die gestiegene Lärmbelastung im Horremer Osten nachweisen, um gegenüber dem Landesbetrieb Straßen nachhaltig für die Verbesserung des Lärmschutzes einzutreten. Die einseitige Lärmschutzwand für Frechen-Habbelrath führt unweigerlich zu einer höheren Belastung für Horrem. Gleiches Problem moniert die FDP Frechen schon seit längerer Zeit in Frechen-K“nigsdorf wo durch eine Fehlplanung der Lärmschutzwand der von Frechen-Buschbell abgeschirmte Lärm nach K“nigsdorf zurückgeworfen wird. Ggf. können beide Städte bei dem Problem zusammenarbeiten.“, so Pohlmann weiter.

Der Arbeitskreis Verkehr der FDP-Kreistagsfraktion wird sich kommende Woche Mittwoch mit dem Thema befassen. Ein abgestimmtes Vorgehen der Städte Frechen und Kerpen schließt Pohlmann nicht aus.