PFT-Belastung bei 5760 ng/l auf Remondis-Gelände

10. September 2008, Kreisverband

FDP fordert Ortstermin zur PFT-Belastung in Villeseen

Rhein-Erft-Kreis/Erftstadt. Die FDP-Kreistagsfraktion hat am Mittwoch einen Ortstermin von Verwaltung und Politik an den mit perflourierten Tensiden (PFT) belasteten Seen in Erftstadt gefordert. Zuvor hatte die Kreisverwaltung die Fraktionen darüber informiert, dass an einer Wasserstelle des Abfallverwertungszentrums in Erftstadt der PFT-Anteil bei 5670 Nanogramm pro Liter (ng/l) liegt – gesundheitlich bedenklich sind bereits Werte von 100 ng/l. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass hierdurch die Belastung der Seen entstanden ist. Die Verwaltung hatte nach Bekanntwerden unverzüglich die Schließung der Einleitungsstelle angeordnet.

“Der Schutz der Bürger muss oberste Priorität haben. Deshalb war es richtig, dass die Verwaltung umgehend Sofortmaßnahmen ergriffen und ein Angelverbot ausgesprochen hat. Nun gilt es herauszufinden, wodurch die Belastung entstanden ist. Wenn sich bewahrheitet, dass Chemikalien durch Wassereinleitungen vom Deponiegel”nde bisher unerkannt in den Roddersee sowie den K”ttinger und den Concordia See gelangten, ist ein dringender Handlungsbedarf gegeben. Nun muss gründlich und zügig aufgeklärt werden.”, so Harald Dudzus, FDP-Kreistagsabgeordneter aus Erftstadt-Kierdorf.

Der Kreistag wird in seiner morgigen Sitzung über den FDP-Antrag zum Ortstermin entscheiden.