FDP lehnt Erft-Naturschutzgebiet ab

06. Februar 2008, Kreisverband

Bombis: “Verwaltungsvorlage belastet Sport und Gewerbe unverhältnismäßig stark”

Bergheim / Rhein-Erft-Kreis. Vor der für morgen angesetzten ersten Sitzung des neuen Ausschusses für Umwelt, Kreisentwicklung und Energie zeichnen sich Spannungen zwischen Politik und dem Kreisnaturschutzamt ab. Auf der Tagesordnung steht unter anderem das Naturschutzgebiet Erft zwischen Bergheim und Bedburg. Nach Fraktionsberatungen hat die FDP im Kreistag ihre Ablehnung der Verwaltungsvorlage angekündigt.

“Grundsätzlich haben wir mit einem Naturschutzgebiet entlang der Erft kein Problem. Es muss allerdings gewahrt bleiben, dass die Verbote für den lokalen Sport und Gewerbe nicht über das notwendige Maß hinaus gehen. Die Verwaltung legt jedoch eine Vorlage vor, die selbst im Lichte von ökologischen Gutachten unverhältnismäßige Verbote vorsieht.”, so Ralph Bombis, FDP-Fraktionsvorsitzender.

So sieht die Vorlage das Verbot der Bootsbenutzung auf der Erft vor. Unter anderem für den Kajaksport und lokale gewerbliche Kajakbetreiber gibt es Ausnahmen. So generell zwischen September und März und für vier Stunden pro Tag zwischen April und Mai. “Genau für diese tageszeitliche Begrenzung aber gibt es keine sinnvolle ökologische Begründung. Stattdessen werden der Sport und die Unternehmer vor Ort in Ihren Rechten ohne angemessene Gründe beschnitten.”, so Stefan Westerschulze, stv. Mitglied im Umweltausschuss (FDP).