FDP berät Komplex CO”-freie Kraftwerke

07. September 2007, Kreisverband

Zu ihrem Kreishauptausschuss (Kleiner Parteitag) hat der FDP Kreisverband Rhein-Erft den zuständigen Abteilungsleiter der RWE Power AG, Dr. Johannes Ewers, als Experten für die CO”-freie Kraftwerkstechnik in das Liberale Zentrum nach Frechen eingeladen. Dr. Ewers informierte über die Grenzen und Möglichkeiten, bestehende Braunkohlekraftwerke nachzurüsten bzw. zukünftige Kraftwerksneubauten mit der CO”-freien Technik auszustatten. Weltweit soll es schon 4 Anlagen geben. In Norwegen bereits seit über 10 Jahren, so dass entsprechende Erfahrungen aus der Praxis vorliegen. Die Technik sei ausgereift. Geeignete CO”-Lagerstätten, vor allem in den in ca. 2000-3000 Meter Tiefe liegenden Sandsteinvorkommen in der norddeutschen Tiefebene zudem durch mächtige Salzschichten abgedichtet, sind vorhanden. In der Diskussion wurde aber deutlich, dass noch der Rechtsrahmen für die Lagerung fehlt. Aus EU-Kreisen sei zu vernehmen, dass eine entsprechende Richtlinie in Vorbereitung ist, die dann in nationales Recht umgewandelt werden muss. Die Zeit wird knapp, wenn man hier z.B. 2014 das erste CO”-freie Kraftwerk am Netz haben möchte. Den schnellsten CO”-Einspareffekt und damit einen schnellen und wirksamen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz würde aber durch weltweiten Ersatz bestehender Altkraftwerke durch BOA-Anlagen, wie in Bergheim-Niederau”em, erreicht werden können.

In einem nächsten Beratungsschritt wird sich der zuständige Arbeitskreis der FDP-Kreistagsfraktion mit dem Thema befassen.

Die Delegierten des FDP-Kreishauptausschusses bei angeregter Diskussion mit dem Kraftwerksexperten Dr. Ewers im Liberalen Zentrum.