Anfrage zum Antrag der GRÜNEN-Kreistagsfraktion bzgl. „Standardformat für Office-Anwendungen“ vom 30.05.2007

26. Juni 2007, Fraktionsanträge

Sehr geehrter Herr Landrat Stump,

mit Datum vom 30.05 hat die Kreistagsfraktion der GRÜNEN einen Antrag zur Etablierung des Dateiformats „ODF“ für die Officeanwendungen der Kreisverwaltung eingebracht. Grundsätzlich unterstätzen wir die Bemühungen zur Nutzung von Open-Source-Software (in diesem Fall Open-Document-Formaten), da hierdurch prinzipiell die Softwarestruktur des Kreises unabhängig von einzelnen Anbietern wird und somit langfristig Lizenzkosten gemindert werden können.

Wie jedoch bereits in früheren Diskussionen der zuständigen Fachgremien festgestellt sind bei der Umstellung auf Open-Source bzw. Open-Document verschiedene Faktoren zu beachten, welche evtl. Mehrkosten produzieren können. So entstehen eventuelle Mehrkosten durch die Anpassung der Open-Source-Software an die spezifischen Anforderungen der einzelnen Ämter. Im konkreten Fall ist zudem das Dateiformat ODF nur ab Microsoft (MS) Office 2007 bzw. mit anderen Officeanwendungen nutzbar, was eine evtl. Neuanschaffung von Lizenzen notwendig machen würde oder einen Umbau der Officearchitektur inkl. Umschulungen der Mitarbeiter bedeuten würde.

Wir bitten deshalb um die Beantwortung folgender Fragen zum entsprechenden Tagesordnungspunkt im kommenden Ausschuss für Finanzwesen, Verwaltungsreform und IT:
– Ist das Dateiformat ODF mit der bestehenden Officesoftware kompatibel?
– Kann eine Kompatibilität umfassend oder mit Einschränkungen hergestellt werden?
– Für wann ist ggf. ein Umstieg auf MS Office 2007 beabsichtigt?
– Gibt es anwenderspezifische Einstellungen, welche nicht mit dem Dateiformat ODF kompatibel sind?
– Gibt es sonstige Hindernisse oder notwendige Umstellungen, welche mit der Einführung von ODF beachtet werden müssen?

Mit freundlichen Grüßen

Ralph Bombis
Fraktionsvorsitzender

Christian Pohlmann
Kreistagsabgeordneter