Bundestagswahl 18. September 2005 – Zweit-Ergebnisse im Rhein-Erft-Kreis

19. September 2005, Kreisverband

(in Klammern Ergebnis von 2002)
Pulheim: 14,6% (10,3%)
Erftstadt: 13,4% (11,4%)
Brühl: 11,4% (9,8%)
Frechen: 11,3% (9,7%)
Wesseling: 11,3% (10,1%)
Elsdorf: 11,3% (11,1%)
Kerpen: 10,5% (10,3%)
Hürth: 10,5%: (9,5%)
Bergheim: 10,2% (10,3%)
Bedburg: 9,4% (9,4%)

Stimmen:
Lars Effertz, FDP-Direktkandidat im Wahlkreis Rhein-Erft-Kreis I:
“Unglaublich, Mensch, das habe ich nicht zu hoffen gewagt. Das ist ein absolut klasse Ergebnis. Das ist ja noch besser als bei der letzten Wahl. Ich habe ein bisschen Angst, dass das ein Pyrrhussieg ist. Deshalb sehe ich das Ergebnis auch mit einem weinenden Auge, weil die Union so schlecht abgeschnitten hat. Eine große Koalition tut überhaupt nicht gut, denn in diesem Fall werden FDP, Grüne und Linke sich sicher nicht einigen können. Dann besteht die Gefahr, dass die Opposition außerhalb des Parlaments wächst, so wie das Ende der 60er Jahre auch war.”

Gabriele Molitor, FDP-Direktkandidaten im Wahlkreis Rhein-Erft-Kreis II:
“Die FDP hat ein hervorragendes Wahlergebnis erzielt, bundesweit, aber auch hier im Wahlkreis. Ich bin sehr froh darüber. Mit einem weinenden Auge sehe ich, dass es keinen Politikwechsel in Berlin geben wird.”

Horst Engel MdL, FDP-Kreisvorsitzender Rhein-Erft-Kreis:
“Eigentlich ist es ein Riesenergebnis für die FDP, aber es gibt nichts zu feiern. Es sieht danach aus, als ob wir wieder maximal vier Jahre lang im Bund in die Opposition müssten. Das macht die Arbeit für uns in Düsseldorf auch nicht leichter. Aber ich befürchte, dass wir ohnehin in zwei Jahren wieder Bundestagswahl haben.”

Ralph Bombis, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion Rhein-Erft-Kreis:
“Das ist natürlich ein Bombenergebnis für Lars Effertz, und auch im Südkreis sieht es gut aus. Ich denke, wir hatten zum einen gute Kandidaten, zum anderen einen klaren Wahlkampf mit einer klaren Aussage für eine blau-gelbe Regierungsbeteiligung. Leider wird daraus nun aller Voraussicht nach doch nichts werden. Wir haben seit Jahren stabile Ergebnisse erzielt, sogar in den Nordkreis-Kommunen, wo wir vor zehn Jahren noch nicht so gut waren. Ich glaube, die Leute wissen, dass wir eine solide Finanzpolitik machen und auch im sozialen Bereich verlässlich sind.”