Es bleibt beim Quartett für Stump

07. November 2004, Pressespiegel

Die Stellvertreter des Landrats sind vom Kreistag einstimmig für fünf weitere Jahre gewählt worden.

Rhein-Erft-Kreis – Zwei oder vier? Die SPD wollte zwei, die Mehrheit aber sprach sich am Donnerstag dafür aus, Landrat Werner Stump vier Stellvertreter zur Seite zu stellen. Die SPD hatte es auf eine Abstimmung ankommen lassen und dabei auch auf einen Bürgerantrag des Pulheimers Werner Kauth verwiesen. Kauth regte nach der Kreisordnung an, nur zwei Stellvertreter zu installieren. SPD-Fraktionschef Fuß wies auch auf den Einspareffekt – nach seinen Angaben 67 000 Euro – hin. Doch die Mehrheit aus CDU, SPD, FDP und Grünen setzten in einer Abstimmung vier durch. Und die wurden anschließend mit den Stimmen der SPD gewählt.

“Wenn schon vier, dann soll auch deutlich werden, dass die Stellvertreter den gesamten Kreistag repräsentieren”, begründete Hardy Fuß die Haltung der SPD. Und so wurden die alten Stellvertreter auch die neuen. Allen voran Irmtraud Lindemann (CDU) als erste, Christa Schätz (SPD) als zweite, Harald Dudzus (FDP) als dritter und Grünen-Chef Rüdiger Warnecke als vierter Vertreter Stumps. Die jährliche Aufwandsentschädigung für Lindemann beträgt nach Angaben der Kreisverwaltung 13 428 Euro, die der nachfolgenden Stellvertreter jeweils 6700 Euro. Stump verteidigte die Wahl von vier Stellvertretern. Rund 350 Termine pro Jahr seien in der Regel zu besetzen. Als Verwaltungschef könne er diese Termine unmöglich selbst wahrnehmen. Vereine, Verbände und Institutionen sowie die Wirtschaft hätten aber einen Anspruch darauf, bei entsprechenden Anlässen zumindest einen Vertreter des Landrats begrüßen zu können.

(KStA)