Engel: Kajaknutzung und Schutz des Eisvogels dürfen sich nicht ausschließen

03. November 2004, Kreisverband

FDP-Landtagsabgeordneter Horst Engel hatte im August die NRW-Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Bärbel Höhn, wegen der Problematik der Kajaknutzung und Schutz des Eisvogels auf dem Hauptarm der Erft angeschrieben.

Der Kajak-Verleih soll in Zukunft die “Kaiserroute” zwischen Bergheim und Bedburg nicht mehr benutzen dürfen, da in diesem Abschnitt fünf geschützte Eisvogelpaare ihre Brut- und Nahrungsstätten haben.

Das Umweltministerium teilte nun mit, dass der Eisvogel eine nach Bundesartenschutzverordnung streng geschützte Art ist und er zu den besonders bedrohten Vogelarten gehört. Durch den Bootsverkehr werden die Eisvögel, die regelmäßig im Erft-Abschnitt zwischen Bergheim und Bedburg auftreten, vor allem bei ihrer Nahrungssuche erheblich gestört – Ausweichmöglichkeiten gebe es nicht.

Der Kanuverband NRW hatte der Ministerin Anfang des Jahres mitgeteilt, dass der dortige Abschnitt nur schwach von Kanuten frequentiert werde; die Ausweitung der kommerziellen Nutzung würde jedoch erhebliche Störungen mit sich bringen.

Frau Höhn teilte nun mit, dass der Rhein-Erft-Kreis den entsprechenden Landschaftsplan in diesem Bereich ändern und Schutzvorschriften für den Eisvogel aufnehmen will. Alle eingebundenen Institutionen sind bemüht, dass sowohl die notwendigen Beschränkungen für den Kajak-Verleih gering gehalten werden als auch der Eisvogel geschützt wird.

Engel: Die angebotenen Kajaktouren haben sich als attraktive Freizeiterholung im Rhein-Erft-Kreis und über dessen Grenze hinaus etabliert. Noch Ende Juli habe ich mit Freunden die Kaiserroute befahren. Umfangreiche Einschränkungen des Betriebes geführden das Kajak-Konzept. Es muss eine Lösung her, die sowohl den Eisvogel schätzt als auch die Einschränkungen für den Kajak-Betrieb gering hält. Umweltschutz und Freizeiterholung sind vereinbar.